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Der AmerikafahrerWas hat die MAM mit Jürnjakob Swehn, dem Amerikafahrer, zu tun? Im Rahmen der Missionarischen Arbeit in Mecklenburg (MAM) suchen wir immer wieder Möglichkeiten, das Evangelium auf kreative Weise zu vermitteln. Bei solchen Überlegungen erinnerte ich mich an ein Buch, das mir seit meiner Jugendzeit gut bekannt ist: “Jürnjakob Swehn, der Amerikafahrer”. Dieses Buch ist eine Sammlung von Briefen, die Jürnjakob Swehn aus Amerika an seinen ehemaligen Schullehrer schrieb. Darin berichtet er von seinen Erlebnissen als Auswanderer Mitte des 19. Jahrhunderts. Von der Arbeit als Knecht und wie er selbst zu einer Farm kam. Er beschreibt, wie es in den Kirchengemeinden bei den Siedlern zuging und wie er manche Zeitgenossen auf den rechten Weg brachte. Und das alles in einer ganz eigenen Wortwahl, stark geprägt von der Sprache der lutherischen Bibelübersetzung. Von den Berichten können wir heute noch einiges lernen über Werte und was das Leben bereichert. So kam mir die Idee, eine Buchlesung anzubieten, bei der ich ausgewählte Passagen aus “Jürnjakob Swehn” vorlese, dann kommentiere und dabei passende biblische Aussagen einfließen lasse. Aber warum sollten gerade die Menschen hier in Mecklenburg daran interessiert sein? Nun, einfach deshalb, weil Jürnjakob ein Landsmann von ihnen ist. Er stammte aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Ludwigslust, aus der sogenannten griesen Gegend. Inzwischen liegt die erste Lesung hinter mir. Sie fand in der Landeskirchlichen Gemeinschaft Neustrelitz statt. Die Besucher hörten aufmerksam zu, die Zeit verging wie im Flug. Die Verantwortlichen äußerten sich sehr dankbar zu diesem besonderen Programm und ermutigten mich, es auch anderenorts durchzuführen.
Bernhard Scharrer |
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