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Glauben – nicht zweifeln

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.                               Hebräer 11, 1

Ich bin froh, dass ich es jeden Morgen neu fassen kann und Gott mir diesen Glauben schenkt: Christen haben eine feste Gewissheit, dass Jesus Christus lebt und alles in seinen Händen hält. Dieser Glaube ist mein Motor, mein Lebenselixier. Dieser Glaube ist es, der die Christen in aller Welt befähigt, Zeuge zu sein und anderen Menschen Jesus Christus vor Augen zu führen.

Der Ev. Gemeinschaftsverband Herborn hat das bei seiner Pfingstkonferenz in Herborn deutlich gemacht. Durch die Lieder und Beiträge von Manfred Siebald und das Thema „In der Stille liegt die Kraft“ wurde deut­lich, dass Jesus Christus uns in der Ruhe und Stille begegnen will und uns die Kraft gibt, die wir heute zum Glauben brauchen.

Mein nächster Dienst war eine Evangelisation vom 05. – 13. Juli in der Festhalle Holzhausen. Veranstalter waren die Ev. Kirchengemeinde und der CVJM Sylbach. Gute Erfahrungen machen wir an fast allen Einsatzorten mit Mitarbeitergottesdiensten am Anfang der Evangelisationen. Hier werden die Mitarbeiter ermutigt und gesegnet, um in den nächsten Tagen ganz für Jesus da zu sein. Der Sams­tagabend war der Jugend und den jung gebliebenen gewidmet. Mr. Joy hat mit seinen Illusionskünsten alle fasziniert und ein klares Zeugnis für Jesus Christus abgelegt. An den Abend­veranstaltungen waren die örtlichen Chöre, Sportvereine und die Feuerwehr beteiligt. An beiden Sonntagen fand der Gemeindegottes­dienst in der Festhalle statt. Nachmittags lief ein spannendes Kinderprogramm mit Birgit Meyer, ein 60+ Nachmittag und am Samstag ein Frauenfrühstück mit Sabine Schneider. Durch den Glauben der örtlichen Gemeinden haben viele Menschen aus der Umgebung etwas erfahren von Jesus Christus, der uns ewiges Leben schenkt. 
                                                                                             
Vom 18. – 29. Juni war ich mit dem Mentorendienst-Osteuropa in der Ukraine. Die Deutsche Ev. Lutherische Kirche in Odessa ist dabei, ihre Mitarbeiter in Seminaren und Kurzbibelschulen zuzurüsten für den Dienst in der Diaspora. Die ersten Tage haben wir eine Erkundungsreise zu den kleinen Dörfern im Landesinneren gemacht. Diese Siedlungen sind in den neunziger Jahren entstanden. Ein Projekt der Deutschen Bundesregierung und der Ukrainischen Regierung hat es deutschstämmigen Siedlern aus Kasachstan ermöglicht, eine eigene kleine Existenz aufzubauen. Aber keiner der Siedler spricht die deutsche Sprache und viele sind in einem an landwirtschaftlichen Gütern reich gesegneten Land sehr verarmt. Die Gemeinde in Odessa versucht jetzt mit kleinen missionarischen Gruppen in diesen Dörfern das Evangelium zu verkünden. In Odessa selbst hat man die lutherische Kirche wieder aufgebaut. In dieser Stadt herrscht der neue Reichtum. Aber das Evangelium erreicht nur wenige. Die Christen vertrauen aber unserem Gott, dass durch den Glauben Gemeinde gebaut und gesammelt wird. Zu einem Seminar in Petrdolina sind Pastoren und Mitarbeiter z.T. bis zu 900 km angereist, um zu lernen, was es heißt: „Zum Glauben finden – im Glauben wachsen.“ Ich war tief beeindruckt und bewegt, mit welcher Hin­gabe diese Menschen in dieser Situation ihren Glauben praktizieren, aber auch wie viel „geistlicher Notstand“ dort herrscht, weil zu wenig Arbeiter in der Ernte sind. Für mich war es wie ein Geschenk, das Gott mir gemacht hat, dass ich teilhaben konnte an den Leiden und Freuden dieser Gemeinde. Ich habe neu gelernt, dankbar zu sein für das, was Gott uns an geistlichen und materiellen Gütern geschenkt hat.

Beten Sie mit uns, dass Gott uns  durch den Glauben segnet und gebrauchen kann, sein Reich aufzubauen.

Ihr Lothar Velten

 

 

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